So’n Müll!

Huiuiui – der Eimer mit dem Plastikmüll ist ja schon wieder voll! Und den Müll rausbringen ist in dieser Jahreszeit auch nicht die schönste Beschäftigung. Aber es hilft alles nichts: Schuhe an, Jacke übergezogen, Mütze auf. Im dunklen Hinterhof stemme ich den Deckel des gelben Müllcontainers hoch – voll! Gut, dass wir seit letztem Jahr zwei haben, denke ich mir! Aber auch der zweite ist voll! War die Müllabfuhr nicht erst vor wenigen Tagen da? Ein wenig gruselt es mich ja schon – vor allem, weil mir bewusst wird, dass ich zu diesem Müllwahnsinn einen guten Teil beitrage. Es ist immer einfacher mit dem Finger auf andere zu zeigen, aber in diesem Fall muss ich mir wohl an die eigene Nase fassen. Aber kann man da überhaupt so viel ändern? Von Bea Johnson, der „Godmother der Zero Waste-Bewegung“ lerne ich, wie ich die Welt Schritt für Schritt vom Müll befreie: REFUSE, REDUCE, REUSE, RECYCLE, ROT.

Refuse – Ablehnen, was wir nicht brauchen! Allen voran Einwegplastik, Gratisgeschenke (ja, auch ich nehme gerne Sachen mit NUR weil sie gratis sind) und Werbung. Und wenn ich meinen Müll mit den Unmengen an Mamba-Verpackungen so sehe – vielleicht auch manch unsinnig verpackte Süßigkeit!

Reduce – das klingt nach Verzicht. Und tatsächlich geht’s hier um Sachen, die wir nicht ablehnen können & wollen, aber reduzieren können. Vielleicht einfach nur ein Mamba am Tag?

Reuse – ich gebe zu: Der Papiermülleimer ist voller Papier, das ich von der anderen Seite noch beschreiben könnte! Und ich könnte Einweg- durch Mehrwegprodukte ersetzen. Und ganz Verzichten ist gar nicht gemeint – ein fescher Fummel aus dem Second Hand Laden um die Ecke fällt auch in diese Kategorie!

Recycle – kennen wir! Aber nicht alle in der Zero Waste Bewegung sind Fans vom Recycling, weil das oftmals einen großen Energieaufwand & ein Downcycling mit sich bringt (was dann zum Wegwerfen führt). Aber besser Recycling als kein Recycling!

Rot – zugegeben, in Berlin ist Kompostieren etwas schwer, wenn man keinen Schrebergarten hat, aber zum Glück gibt’s ja den Biomüll!

Welch‘ Theoriebrocken! Dann auf in die Praxis! Wenn du das nächste Mal deinen Müll rausbringst, kannst du ja mal überlegen, was du ablehnen/ reduzieren/ wiederverwenden… kannst!